Pfarrkirche St. Nikolaus

St.-Nikolaus-Kirche, davor das Pfarrhaus. Im Vordergrund rechts das PfarrzentrumDie Ende des 19. Jahrhunderts im romanischen Stil erbaute St. Nikolauskirche ist die dritte Pfarrkirche in Wörth am Main.
Patrozinium: Hl. Nikolaus (s. Nicolaus ep.) am 6. Dezember

Die erste war die St. Martinskirche (heute Friedhofskapelle), die im frühen Mittelalter kirchliches Zentrum des Süd-West-Spessarts und des Odenwaldhinterlandes gewesen ist.

Die zweite war die ab 1328 nachweisbare Stadtkirche St. Wolfgang, die 1903 profanisiert wurde und heute Schiffahrts- und Schiffsbaumuseum der Stadt ist.
 

Kurzbeschreibung

Wörther Motive von Gebhard Hepp Blick vom Pfarrhaus
Pfarrkirche aus Rotsandstein in Form einer romanischen Basilika
nach Nordosten gerichtet
ca. 400 Sitzplätze
viergeschossiger Turm (38 m) nordwestlich vom Chor
zweigeschossige Sakristei südöstlich vom Chor
Ölberggehäuse aus graugrünem Sandstein in gotischem Stil nordwestlich des Quer- bzw. Seitenschiffes
rundes Treppentürmchen (für die Wendeltreppe zur Empore) nordwestlich des Seitenschiffes
Langhaus und Querschiff mit leichtem Kreuzgewölbe

Beschreibung der Kirche in WIKIPEDIA

Baugeschichte

1883-85 "Neu-Wörth" entsteht auf hochwasserfreiem Gelände zwischen Landstraße und Bahnhof
1888 Pfarrhaus wird gebaut
18.11.1890 Pfarrer Adam Haus (Landtags- und Reichstagsabgeordneter) erhält die Genehmigung zur Veranstaltung einer Lotterie; er erlöst dadurch 99.940,25 Mark und damit beinahe die gesamte für den Kirchenneubau projektierte Bausumme

Text der Urkunde bei der Grundsteinlegung

"Im Namen der allerheiligsten Dreifaltigkeit
Anno Domini 1897, den 9. Mai, in festo Patrocinii St. Joseph,
ist der Grundstein zu dieser Basilika gelegt worden.
Die Mittel zu diesem Bau hat der leider so früh verstorbene Pfarrer,
Land- und Reichstagsabgeordnete Ad. Haus
durch eine Lotterie zusammengebracht.
Die Pläne hat der vielgerühmte Architekt Jos. Schmitz in Nürnberg angefertigt;
mit deren Ausführung wurde der Stiftstechniker Henfling in Aschaffenburg betraut.
Die Arbeiten waren verteilt an folgende Meister:
Maurer: A. Graßmann von Aschaffenburg und Aloys Ühlein von Wörth;
Steinmetz: Rudolf Hüttig von Miltenberg;
Zimmermann: H. Ühlein von Klingenberg und Leopold Wetzelsberger von Wörth;
Dachdecker: Peter Ott von Miltenberg
Spengler: Jul. Dölzer von Wörth;
Tüncher: Jak. und Anton Bendert und Tius Wetzelsberger von Wörth;
Schlosser: Emil Kaufer und Bruno Ühlein von Wörth.
Dies geschah unter dem Pontificate Leo XIII,
als Wilhelm II. Deutscher Kaiser,
Prinz Luitpold Regent von Bayern,
Reichsrat Dr. Fr. Jos. von Stein Bischof von Würzburg,
Graf von Luxburg Praesident von Unterfranken
und Herold Bezirksamtmann in Obernburg war.
Patronus der Pfarrei war Fürst Carl von Löwenstein zu Kleinheubach"

07.03.1895 Tod von Pfarrer Adam Haus.
Sein Nachfolger wird Pfarrer Carl Hofmann
12.02.1896 Die Stadt Wörth stellt den Bauplatz kostenlos zur Verfügung
25.04.1896 Der von Prof. Joseph Schmitz (Nürnberg) ausgearbeitete Bauplan wird vom Staatsministerium genehmigt
März 1897 Vergabe der Bauarbeiten durch die Kirchenverwaltung; Bauleitung: Stiftstechniker Ignaz Henfling, Aschaffenburg; Bauausführung durch die Maurermeister Engelbert Graßmann, Aschaffenburg, und Aloys Ühlein, Wörth am Main
09.05.1897 Feierliche Grundsteinlegung
29.09.1898 Konsekration der Kirche durch Bischof Ferdinand Schlör (Würzburg)
1972 Außen- und Innenrenovierung mit Neugestaltung des Chorraumes unter Leitung von Willi Goldhammer und Anton Schmitt
1989/90 Gesamtrenovierung mit erneuter Umgestaltung des Chorraumes, Freilegung der Fresken und Einrichtung einer "Kerzenkapelle" im Turmuntergeschoss unter der Leitung von Helmut Becker, Klingenberg

Äußere Eindrücke

Im Tympanon des Hauptportals Relief des thronenden Christus, umgeben von Engeln und Evangelistensymbolen
Links und rechts des Portaleckpfeilers stehen je zwei vorspringende Säulen; 
die beiden äußeren Säulen tragen je einen Löwen
(Arthur Schleglmünig, Würzburg, 1898)
Über dem Rundbogen Giebeldreieck mit großem Kreuz
In der Mitte der Fassade große Rosette
Im Giebel drei Nischenfenster mit vorspringendem Säulenschaft
 
Darunter in einer Nische sitzende Steinfigur des hl. Nikolaus
(Abguss 1989, Original im Schifffahrts- und Schiffsbaumuseum der Stadt Wörth,
ehemalige St.-Wolfgang-Kirche)

Über dem Portal des nordwestlichen Seitenschiffes Malereien von Pfarrer Carl Hofmann, 1898
(zwei Engel mit Laute; Mariä Verkündigung)

Die Darstellungen wurden im Jahre 2009 restauriert.

4 Ölbergfiguren aus Sandstein, 16. Jahrhundert 
(Von Pfarrer Carl Hofmann um 1900 aus dem Badischen käuflich erworben)
Ausmalung des Ölbergs von Pfarrer Carl Hofmann, um 1900

Der Ölberg wurde im Jahr 2009 restauriert.

Am zweiten Turmgeschoss Uhr unter einem vorspringenden Steindach; 
darunter die Inschrift "Una ab illis tua erit"

 

Wörther Motive von Gebhard Hepp

Innere Werte

Blick in den Innenraum
Hochaltar

In der Apsis nach einem Entwurf von Joseph Schmitz, Nürnberg, und Balthasar Schmitt, München.
Ausführung des Aufbaus durch Josef Amberg, Würzburg, 1898:
Unterbau mit vier grünen Marmorsäulen,
Mensa aus Rotsandstein,
Aufbau in Form eines Reliquienschreines aus vergoldetem Metall mit Email:
in der Mitte Tabernakel,
darüber offene, von zwei grünen Marmorsäulen flankierte Aussetzungsnische mit Altarkreuz und einer von den Symbolen Wein und Ähren verzierten Rückwand,
über dem Giebeldach der Nische ein offenes Tempelchen auf vier Säulen mit Kreuz, zu beiden Seiten des Tabernakels Inschrift "EGO SUM VIA, VERITAS ET VITA",
zu beiden Seiten der Aussetzungsnische je zwei Nischen mit Gemälden der vier Evangelisten,
über den Nischen Giebelspitzen mit den vier Evangelistensymbolen;
Altarkonsekration zu Ehren des hl. Nikolaus mit Reliquien der Heiligen Petrus, Kilian und Adeodatus durch Bischof Ferdinand Schlör am 29.09.1898
Der Hochaltar wurde im Jahre 2009 überarbeitet. Dabei wurde die vor Jahren auf dem Speicher des Pfarrhauses wiedergefundene Original-Tür des Tabernakels, welche einige Jahre im Nikolaus-Saal des Pfarrzentrums hing, wieder angebracht.

Altar
versus populum

Aus Rotsandstein
(1972 bei der ersten Renovierung eingefügt;
Verschiebung nach vorne 1990)

Ambo und Priestersitz

Aus Rotsandstein nach Entwurf von Hermann Kröckel, Aschaffenburg

Chorgestühl

Aus Eiche mit Schnitzereien von Konrad Tretter, Neuhammer, 1898
(Entwurf von Arthur Schleglmünig, Würzburg)

Ausmalung
der Apsis

Von Paul Ecke, München, 1906:
Oben Gottvater in einem Strahlenkranz im Chor von acht Engeln,
darunter Heiliggeisttaube und ein Kreuz, welches aus einer Wasserquelle aufragt, an der zwei Hirsche trinken und von der zu beiden Seiten noch je vier Schafe hinzueilen.

Zu beiden Seiten der Apsisfenster
links hl. Nikolaus und rechts hl. Petrus.
Apsisfenster
Glasmalereien der Firma Victor von der Forst, Münster in Westfalen, 1898:
links hl. Nikolaus (Stiftung des Schiffervereins),
in der Mitte hl. Familie (Stiftung der Elise Hofmann),
rechts hl. Ludwig (Stiftung von Mitgliedern des Dritten Ordens).
Die Glasfenster wurden im Jahr 2010 von der Fa. Feige, Karlstadt, überarbeitet
und mit einer Schutzverglasung versehen.
Im August 2010 wurden Aufnahmen vom Nikolaus-Fenster gemacht, um sie als Vorlage für einen Vorschlag zur Gestaltung einer Sonder-Briefmarke der Deutschen Post in den kommenden Jahren zu verwenden.
Kreuzigungsgruppe Im Chorbogen auf einem Querbalken, Backoffen-Schule, 1528.

"Über dem Chorabschluss unter dem sogenannten Triumphbogen der St.-Nikolaus-Kirche steht, dem Kirchenvolk zugewandt, auf einem reich geschnitzten Querbalken mit der Aufschrift 'consummatum est' (d.h. Es ist vollbracht), die eindrucksvolle gotische Kreuzigungsgruppe mit Christus am Kreuz, seiner Mutter und St. Johannes. Sie nimmt den Blick jedes Kirchenbesuchers gefangen und ist ein Kunstwerk, wie es nur ein von religiösem Geist erfüllter Künstler schaffen konnte.
Christus in Überlebensgröße hängt am naturalistisch gebildeten Kreuz. Wie schwer sein Leben als Gekreuzigter ist, zeigt die stark emporgezogene Brust, während sein Corpus sich nach unten zu krümmen scheint. Das mit dichtem Haar umgebene Haupt mit der Dornenkrone hat Christus zu seiner Mutter geneigt, und der leicht geöffnete Mund spricht die verheißungsvollen Worte: 'Siehe da, deinen Sohn'. Die am Kreuzbalken ausgestreckten Arme lassen die bebenden Muskeln hervortreten; sie sind von den Nägeln durchbohrt und krümmen sich im Schmerz. Aus der geöffneten Seite fließt reichlich Blut. Der Lendenschurz flattert im Wind. Die naturwahr modellierten Füße sind am Kreuze ausgestreckt und hängen in den Nägeln. Trotz aller Schmerzen zeigt das Antlitz des Gekreuzigten göttliche Würde und Erhabenheit.
Maria zur Rechten neigt im Schmerz um ihren göttlichen Sohn das gramerfüllte, echt mutterhafte Antlitz; die zartgliedrigen Hände umfassen den über die Brust reichenden Schal und den Mantel; das rechte Knie ist etwas geneigt; trotzdem steht die Mater dolorosa aufrecht da, 'ganz ins Leid des Sohnes versunken'.
Johannes zur Linken in faltenreichem Gewande blickt zum Gekreuzigten empor und hat die Hände zu ihm erhoben wie im Gebet. In dem von weichen Locken umrahmten, jugendlichen Gesicht leuchtet das von seinem Herrn und Meister soeben gesprochene Wort zu froher Verheißung und Hoffnung auf."
(Volkheimer)

"Die Wörther Kreuzigungsgruppe, aus Holz geschnitzt und übermalt, dürfte von einem Schüler Backoffens einige Jahre nach dem Tod des Meisters, wahrscheinlich im Jahre 1528 geschaffen worden sein. In der ältesten erhaltenen Kirchenrechnung aus dies Jahr werden Ausgaben vermerkt, 'das Heyligst Crütz Hauß zu decken'; d.h. damals ist wohl die Kreuzkapelle vor dem Unteren Straßentor gebaut worden, die ihren Namen eben von dieser Kreuzigungsgruppe der Backoffenschule erhalten hat, die offenbar im gleichen Jahr gefertigt worden ist.
In derselben Kirchenrechnung lautet eine weitere Eintragung: 'Item 1 Pfund 4 Pf. der byldschnytzer der daß crütz gemacht hatt verzerrt uff dinstag sant mertheß abend'. Demnach hat der (ungenannte) Bildschnitzer an Martini sein Werk abgeliefert und in der eben fertig gewordenen Kreuzkapelle aufgestellt. Aus einem anderen Dokument (Stadtrechnung 1715) lasst sich erschließen, dass das Kruzifix auf dem Altartisch befestigt war, während die beiden Assistenzfiguren auf zwei Kragsteinen (in den Seitenwänden?) standen.

1863 kamen die drei Figuren - die Kreuzkapelle wurde damals völlig umgebaut - in die St.-Martins-Kapelle im Friedhof. Ein Malermeister wurde entlohnt für 'Oelaufstrich des Kreuzes, desgl. Muttergottesbild, Jünger Johannes desgl.'

Nach Auskunft des Realschematismus der Diözese Würzburg von 1897 war die Gruppe 'aus dem Hoheneckischen Schloss dorthin gebracht' worden. Möglicherweise stand bei dieser Version (deren Inhalt sich nicht bestätigen lässt) die Sage vom 'Sprechenden Kreuz im Wörther Schloss' Pate.

1898 wurde die Kreuzigungsgruppe in die eben fertig gestellte St.-Nikolaus-Kirche transferiert:
1972/73 wurden die Figuren im Zuge der Gesamtrenovierung der Kirche überholt." (Trost)

Kreuzaltar Im südöstlichen Querhaus spätgotischer Flügelaltar mit Gemälden auf Tannenholz. Stiftung von Graf Philipp von Hanau für das Seelenheil seiner Eltern, Graf Reinhard III. von Hanau-Münzenberg und Margaretha von Pfalz-Mosbach, 1485/90. 
Altarunterbau mit zwei grünen Marmorsäulen und Mensa aus Rotsandstein 1898.
Restauration des Altares (Predella und Flügelrahmen neu) und malerische Ergänzungen besonders der Flügelrückseiten von Alois Hauser, München, 1898:
das Mittelbild zeigt die Kreuzigung Jesu,
die beiden Bilder auf der linken Flügelinnenseite zeigen die Kreuzauffindung,
auf der rechten Innenseite die Kreuzerhöhung,
das Bild auf der linken Flügelaußenseite zeigt die Muttergottes mit Kind,
auf der rechten Außenseite die hl. Anna.
Altarkonsekration zu Ehren des hl. Kreuzes mit Reliquien der Martyrer Probus, Felizitas und Fulgentia durch Bischof Ferdinand Schlör am 29.09.1898. 
Über dem Kreuzaltar Wandgemälde mit Darstellung Christus als Weltenrichter von Paul Ecke, München, 1906.

In der Pfarrchronik der Pfarrei Wörth von Josef Volkheimer steht auf den Seiten 276f. zur Kreuzkapelle:
"... Die Hauptzierde der Kapelle war das von dem Sohne des Grafen von Hanau-Münzenberg zum Gedächtnis an seine Eltern gestiftete, auf Tannenholz gemalte, spätgotische Flügel-Altar-Bild, das nach Angabe der Sachverständigen um´s Jahr 1470 entstanden ist. Der Maler (Dr. Fr. Knapp: Fränkische Kunstgeschichte, p. 334) dieses wahrhaften und wertvollen Kunstwerkes ist dem Namen nach unbekannt; er soll der Schule des "Meisters der Darmstädter Passion" oder auch dem sogen. "Hausbuchmeister" nahestehen.
Das Altarbild befindet sich jetzt in der 1898 neuerbauten Pfarrkirche St. Nikolaus als rechter Seitenaltar und ist dort näher beschrieben (s. S. 332/4). In meiner Kinderzeit war das Kreuzaltar-Bildnis bereits aus der Kreuzkapelle herausgenommen, um es vor weiterem Schaden durch die Feuchtigkeit der Kapelle zu bewahren. Den Wert dieses Kunstwerkes hatte man damals (1884/85) nicht erkannt, denn sonst hätte man es nicht im untersten Geschoss des Glockenturms der Pfarrkirche St. Wolfgang ausgehängt, wo es von niemand ausser uns Läutebuben gesehen werden konnte."

Zur Beschreibung des Altars in WIKIPEDIA

Muttergottesaltar Im nordwestlichen Querhaus mit neuromanischer Steinarchitektur nach Entwurf von Joseph Schmitz, Nürnberg, 1898:
Unterbau mit zwei grünen Marmorsäulen und Mensa aus Rotsandstein, an der Predella Relief mit Darstellung Tod Mariens von Arthur Schleglmünig, Würzburg. 
Darüber in der Mittelnische eine thronende Muttergottes mit Kind aus Kunststein von Balthasar Schmitt, München.
Altarkonsekration zu Ehren der Königin der Engel mit Reliquien der Heiligen Benedikt, Bonifatius und Desiderius durch Bischof Ferdinand Schlör am 29.09.1898. 
Über dem Marienaltar Wandgemälde mit Darstellung der Krönung Mariens von Paul Ecke, München, 1906.
Kreuzweg In den Seitenschiffen und im Querhaus insgesamt 14 Relief-Kreuzwegstationen aus Holz von Heinz Schiestl, Würzburg, 1902.
Taufstein Unter der Empore Taufstein aus Rotsandstein mit vier Säulen von Arthur Schleglmünig, Würzburg, 1898.
"Kümmernisbild" An der Rückwand rechts neben dem Haupteingang das sogenannte "Kümmernisbild" von Jakob Conrad Bechtold, Aschaffenburg, 1730.

Das Bild war ursprünglich für die St.-Wolfgang-Kirche in Auftrag gegeben worden, landete aber nach deren Profanierung auf dem Speicher des alten Rathauses, wo es Bürgermeister Berninger 1948 entdeckte. Nach einer ersten Restaurierung wurde es zunächst in der Wendelinuskapelle aufgehängt und kam schließlich nach einer weiteren Überholung an seinen heutigen Platz.

Zur Darstellung
und zur Erklärung des Bildes

(Seite noch in Arbeit)

Orgel 22 Register von Fa. Philipps, Aschaffenburg, 1934.
Restauration durch Firma Weiss, Zellingen, 1989.

siehe auch Artikel zur Orgel

Hl. Antonius
Hl. Urbanus
Hl. Nepomuk
(links)

Hl. Aloisius
(rechts)

Beide Figuren stammen noch aus der barock ausgeschmückten St.-Wolfgang-Kirche
Hl. Josef mit
Jesus-Kind
Am rechten Pfeiler des Chorbogens.
In Auftrag gegeben von Pfarrer Josef Kerber
Darstellung der Schmerzhaften Muttergottes Im rechten Querschiff.
1900 von Pfarrer Hofmann beschafft
Walldürn-Wallfahrtsbild Am linken Pfeiler des Chorbogens
Herz-Jesu-Statue Aus Holz

im linken Querschiff

Beichtstuhl
Butzenscheiben-Fenster in den Seitenschiffen Von Wörther Familien gestiftet
 
Glocken Nikolausglocke mit Schlagton c´;
Durchmesser 150,4 cm; 2.031 kg; Schmuck: Relief des Heiligen;
Umschriften: "Wenn Versuchung im Herzen, wenn Not im Haus, wenn Gefahr auf den Wogen, dann schütze uns St. Nikolaus", "Gestiftet vom Fischer- und Schifferverein Wörth am Main".

Wolfgangsglocke mit Schlagton es´;
Durchmesser 125,2 cm; 1.311 kg; Schmuck: Relief des Heiligen;
Umschrift: "Ich künde Gottes Lob und Ehr, groß ist ob allem Ding nur er".

Marienglocke mit Schlagton f´;
Durchmesser 112 cm; 911 kg; Schmuck: Relief der Muttergottes;
Umschrift: "Gnade und Einheit, Liebe und Frieden, sei durch Maria uns allen beschieden".

Martinsglocke mit Schlagton g´;
Durchmesser 101,8 cm; 710 kg; Schmuck: Relief des Heiligen;
Umschrift: "Ich ruf ins Herz euch Christi Lieb und Erbarmen, daß ihr begegnet ihm in jedem Armen".

Josefsglocke mit Schlagton b´;
Durchmesser 91 cm; 506 kg; Schmuck: Relief des Heiligen;
Umschrift: "St. Josef führ im letzten Streit uns heim in Gottes Herrlichkeit".

Alle fünf Glocken wurden 1963 von der Firma F. W. Schilling, Heidelberg, gegossen.

 

St. Nikolaus-Lied
Worte von Josef Volkheimer,
Melodie: "Sei gelobt und hochgepriesen"
In des Himmels Strahlenkranze
glänzt dein Bild, Sankt Nikolaus!
Deines Lebens mildreich Wirken
lohnt dir Gott im Vaterhaus.

Zu dir heben wir die Herzen
voll Vertrau´n und Zuversicht:
Führ auch uns zum Himmelslicht.

Du der Freund der Kinderscharen,
du der Armen Schutz und Hort,
du der Müden Kraft und Stärke,
Du der Schiffer sichrer Hort.

Zu dir heben...

Wenn Gefahr und Not uns drohen,
schütze uns, Sankt Nikolaus!
Lass dein´ Hilf´ uns angedeihen,
lösche unsre Sorgen aus!

Zu dir heben...

Leite uns und alle Völker
hin zu Christi Königszelt!
Wir geloben dir die Treue,
dass er uns hat auserwählt.

Zu dir heben...

Quellen:
Realschematismus der Diözese Würzburg, Dekanat Obernburg
Werner Trost: Wörth am Main. Chronik einer fränkischen Kleinstadt, Bände 1 bis 4
Josef Volkheimer: Pfarrchronik Wörth